{"id":356,"date":"2022-06-18T13:22:29","date_gmt":"2022-06-18T11:22:29","guid":{"rendered":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/?page_id=356"},"modified":"2022-06-21T09:47:30","modified_gmt":"2022-06-21T07:47:30","slug":"workshop-i-juedische-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/workshop-i-juedische-geschichte\/","title":{"rendered":"Workshop I \u201eJ\u00fcdische Geschichte\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Gustav Coppel und Max Leven sind denjenigen, die sich bereits mit der j\u00fcdischen Geschichte Solingens besch\u00e4ftigt haben, meist ein Begriff. Die beiden Ohligserinnen Henriette Meyerhoff und Margot Wallach dagegen eher nicht. Das ergab eine kurze Umfrage unter den Teilnehmenden des ersten Workshops aus der <a href=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/heimatwerkstatt\/\" data-type=\"page\" data-id=\"308\">Heimatwerkstatt-Reihe \u201eSolinger Synagoge\/Bunker Malteserstra\u00dfe&#8220;<\/a> zu verschiedenen Personen und Themen. Die Vermittlung der j\u00fcdischen Geschichte Solingens stand im Mittelpunkt der Veranstaltung, die am 17. Juni 2022 von Armin Schulte und Daniela Tobias im Zentrum f\u00fcr verfolgte K\u00fcnste geleitet wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0828-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-358\" srcset=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0828-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0828-300x200.jpg 300w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0828-768x512.jpg 768w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0828-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0828-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine <a href=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/die-gemeinde\/\" data-type=\"page\" data-id=\"12\">Ausstellung<\/a> des Stadtarchivs, die zum <a href=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/festakt\/\" data-type=\"page\" data-id=\"232\">150. Jahrestag<\/a> der Einweihung der Solinger Synagoge entwickelt wurde, und die Ausstellung \u201eGesichter und Geschichten \u2013 J\u00fcdisches Leben in Deutschland\u201c des&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/miqua.blog\/\" target=\"_blank\">MiQua<\/a>&nbsp;(J\u00fcdisches Museum im Arch\u00e4ologischen Quartier K\u00f6ln) gaben im alten Ratssaal einen \u00dcberblick \u00fcber bereits Vorhandenes, ebenso wie ein B\u00fcchertisch und eine <a href=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/linksammlung\/\" data-type=\"page\" data-id=\"349\">Linksammlung<\/a>. Dass es sowohl zu vermeintlich bekannten Biographien wie denen der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/2021JLID\/die-familie-coppel\/\" target=\"_blank\">Familie Coppel<\/a> und von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/max-leven\/\" target=\"_blank\">Max Leven<\/a> noch neue Erkenntnisse und offene Fragen gibt, zeigten die Vortr\u00e4ge von Armin Schulte und Horst Sassin. Daniela Tobias ging in ihrem Beitrag zu <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/2021JLID\/juedische-kaufleute-in-ohligs\/3\/\" target=\"_blank\">Henriette Meyerhoff<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/2021JLID\/juedische-kaufleute-in-ohligs\/10\/\" target=\"_blank\">Margot Wallach<\/a> auf neue Quellen ein, die online zug\u00e4nglich sind und die Recherchem\u00f6glichkeiten in den letzten Jahren erheblich erweitert haben, auch f\u00fcr interessierte Laien. Ein Ausschnitt aus einem Interview, das die Shoah Foundation 2001 mit Margot Wallach f\u00fchrte, gab Einblick in ihre Lebenswelt als j\u00fcdisches Kind in Ohligs. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0832-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-361\" srcset=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0832-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0832-300x200.jpg 300w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0832-768x512.jpg 768w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0832-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0832-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Neben der Frage nach offenen Forschungsfeldern ging es im anschlie\u00dfenden Austausch vor allem um die Frage der Vermittlung und den Zugang zu Personen, die kein eigenes Interesse mitbringen oder sich sogar ablehnend gegen\u00fcber der Besch\u00e4ftigung mit der j\u00fcdischen Geschichte zeigen. \u201eIch erlebe immer wieder vor allem \u00e4ltere Menschen, die mir sagen, es m\u00fcsse doch mal Schluss sein\u201c, berichtete Barbara Grahovac aus Alltagsgespr\u00e4chen, die zeigen, dass j\u00fcdische Geschichte oft allein mit der Zeit des Holocaust assoziiert wird. Sie w\u00fcnscht sich niederschwellige Angebote, die zum Beispiel mit Musik als Eisbrecher Interesse wecken. F\u00fcr Damian Grams k\u00f6nnte ein Caf\u00e9 als Begegnungsraum am Bunker Malteserstra\u00dfe ein attraktiver T\u00fcr\u00f6ffner sein, um \u00fcber die Geschichte der Synagoge zu informieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0824-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-362\" srcset=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0824-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0824-300x200.jpg 300w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0824-768x512.jpg 768w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0824-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0824-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen sahen die Schulen in der Pflicht, eine Basis zu legen. \u201eUnser Sohn besucht die Oberstufe eines Solinger Gymnasiums. Neulich war die Reichspogromnacht Thema im Unterricht, da wusste fast keiner seiner Mitsch\u00fcler etwas mit anzufangen. Wie kann das sein?\u201c, fragte Martina Grams-Wilkens. Im Lehrplan sei die Geschichte des Nationalsozialismus verbindlich verankert, betonte Simone Sassin, die an der Alexander-Coppel-Gesamtschule die AG j\u00fcdischer Friedhof betreut. \u201eWie intensiv die Kollegen und Kolleginnen sich dar\u00fcber hinaus engagieren, ist nat\u00fcrlich sehr unterschiedlich. Wir bauen gerade einen Projektkurs auf.\u201c Damian Grams erinnerte an die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen des Gymnasiums Schwertstra\u00dfe, die beim Festakt im M\u00e4rz ihre Gedanken \u00fcber eine zeitgem\u00e4\u00dfe Erinnerungskultur vorstellten. \u201eEs ist wichtig, dass wir da genau hinh\u00f6ren und moderne Formen der Vermittlung finden, die die Jugendlichen auch ansprechen und erreichen in ihrer Lebenswelt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0838-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-359\" srcset=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0838-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0838-300x200.jpg 300w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0838-768x512.jpg 768w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0838-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0838-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Max-Leven-Zentrum bietet den Schulen bei der Entwicklung und Umsetzung von Unterrichtsreihen und Exkursionen vielf\u00e4ltige Unterst\u00fctzung an, die von einzelnen bereits rege genutzt werden, in der Breite jedoch noch bekannter gemacht werden m\u00fcssen. &#8222;Da ist vieles durch Corona ins Stocken geraten, aber wir wissen, dass die Solinger Schulen grunds\u00e4tzlich sehr interessiert sind an unserer Arbeit&#8220;, zeigte sich Armin Schulte zuversichtlich. Daniela Tobias berichtete, dass inzwischen auch immer mehr Anfragen von Grundschulen k\u00e4men. So entstehe gerade ein altersgerechtes Kinderbuch \u00fcber die Geschichte von Bella Tabak, die als Siebenj\u00e4hrige in Solingen die Pogromnacht erlebte und anschlie\u00dfend mit ihren Eltern aus Deutschland fliehen musste. &#8222;Drei Solinger Lehrerinnen haben den Text geschrieben und eine Sch\u00fclerin des Technischen Berufskollegs steuerte die Illustrationen bei. Das Projekt wird vom Verein Max-Leven-Zentrum mit F\u00f6rdermitteln aus dem Programm ,Demokratie leben&#8216; umgesetzt.&#8220; Das Buch soll im kommenden Schuljahr an alle Solinger Grundschulen verteilt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Workshop Ende August wird sich mit dem j\u00fcdischen Leben heute besch\u00e4ftigen und in die Bergische Synagoge nach Wuppertal f\u00fchren. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Der dritte Workshop am 16. September 2022 f\u00fchrt als Stadtrundgang an die Orte der Erinnerung, und im vierten Workshop am 25. September 2022 geht es dann um kreative Ideen zum Umgang mit dem Bunker an der Malteserstra\u00dfe und der Geschichte der Solinger Synagoge.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"360\" src=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0813-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-360\" srcset=\"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0813-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0813-300x200.jpg 300w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0813-768x512.jpg 768w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0813-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/HW1_0813-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Fotos: Daniela Tobias<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gustav Coppel und Max Leven sind denjenigen, die sich bereits mit der j\u00fcdischen Geschichte Solingens besch\u00e4ftigt haben, meist ein Begriff.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":361,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"class_list":["post-356","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=356"}],"version-history":[{"count":35,"href":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/356\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":407,"href":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/356\/revisions\/407"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-json\/wp\/v2\/media\/361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/max-leven-zentrum.de\/150synagoge\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}