Wer rettet Bella?

Stolperstein für Gerd Adolf Friedberger

Gerd Adolf Friedberger. Quelle: Stadtarchiv Solingen, PK 1634

Der Stolperstein für Gerd Adolf Friedberger wurde vor dem Eingang des Gymnasiums Schwertstraße verlegt. Hier hat er natürlich nicht gelebt, aber hier ist er zur Schule gegangen. Damit sollen alle Schülerinnen und Schüler an seine Geschichte erinnert werden.

Gerd Friedberger war das jüngste jüdische Opfer aus Solingen. Er war 17 Jahre alt, als die Nationalsozialisten ihn ermordeten. Gerds Schwester Ruth war es im Juli 1938 noch gelungen in die USA zu fliehen. Gerd musste nach der Pogromnacht im November 1938 das Gymnasium verlassen und wollte eigentlich nach Palästina auswandern. Das haben die Nationalsozialisten aber nicht mehr zugelassen.

Zusammen mit seinem Vater Hermann, seiner Stiefmutter Helene und seiner Tante Mathilde war Gerd im Herbst 1941 in das Ghetto von Lodz in Polen verschleppt worden. Hier wurden viele tausend Jüdinnen und Juden auf engstem Raum zusammengepfercht, hatten kaum zu Essen und kaum medizinische Versorgung. Gerds Tante Mathilde starb schon nach kurzer Zeit im Ghetto. Die Familie Friedberger wurde im Mai 1942 im Vernichtungslager Chelmno getötet.

Bella besitzt ein Foto aus der Synagogengemeinde von März 1935. Es zeigt eine fröhliche Purim-Feier. An Purim verkleiden sich die Kinder. Es ist ein Freudenfest, das an die Königin Esther erinnert, die das jüdische Volk einst vor der Vernichtung bewahrte. Wir wissen nicht genau, ob Gerd und seine Schwester Ruth auch auf dem Foto zu sehen sind. Aber ihr Vater Hermann gehörte dem Vorstand der Gemeinde an und daher ist es wahrscheinlich, dass sie an solchen Feiern auch teilnahmen. Gerd war zu der Zeit zehn Jahre alt und seine Schwester zwölf Jahre. Es könnte sein, dass sie hinten rechts nebeneinander stehen. Bella ist das kleine Mädchen in der Mitte. Sie war erst drei Jahre alt.

Aufgabe: Macht ein Foto vom Stolperstein von Gerd Adolf Friedberger! Findet Ihr, dass ein Stolperstein gut ist, um sich an Gerd zu erinnern? Gibt es etwas, was Ihr daran nicht so gut findet?

Folgt der Schwertstraße weiter und biegt nach links in die Malteserstraße ein. Hier geht Ihr bis zum Bunker.

Station 5: Schabbat in der Synagoge

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