Von Ohligs nach Auschwitz

Der 27. Januar ist der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Gedenkveranstaltung des Evangelischen Kirchenkreises findet in diesem Jahr online statt: Daniela Tobias vom „Max-Leven-Zentrum Solingen“ erinnert an den NS-Terror gegen Händler*innen von der Düsseldorfer Straße. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts waren die jüdischen Händlerinnen und Händler an der Düsseldorfer Straße fester Bestandteil des […]

#closedbutopen Zerschlagung des Widerstands

Vor den Strafsenaten des OLG wurden 1933-1945 insgesamt 272 Solingerinnen und Solinger in 63 Hochverratsverfahren angeklagt. Davon richteten sich allein 59 gegen Mitglieder der KPD und ihrer Nebenorganisationen. Darüber hinaus wurden Solinger in ausgewählten Fällen vom Volksgerichtshof verurteilt. Nach der Zerschlagung des politischen Widerstandes verlagerte sich die Repression auf Anklagen wegen sogenannter Heimtücke oder verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen, die vor den Sondergerichten verhandelt wurden.

#closedbutopen Sally, Rosa und Bella Tabak

Als in der Nacht vom 9. auf den 10. November die NS-Schergen die Wohnung der Familie Tabak an der Johannisstraße überfielen, war Sally Tabak allein mit Tochter Bella und dem Kindermädchen Betty Reis. Er wurde auf die Straße geprügelt und halb tot geschlagen. Später brachten Polizisten ihn ins Stadtgefängnis und nahmen die siebenjährige Bella mit, die sich nicht von ihrem Vater trennen wollte.

Verkehrsplanung Max-Leven-Gasse

Der Verein Max-Leven-Zentrum Solingen e.V. verfolgt mit Interesse die Debatte um die Verkehrsführung rund um den Neumarkt. Auch die Max-Leven-Gasse, an der die Bildungs- und Gedenkstätte 2023 entstehen soll, ist von den anstehenden Neu-Planungen betroffen. Als Unterstützerinnen und Unterstützer der künftigen Bildungs- und Gedenkstätte betrachten wir Planungsvorschläge mit großen Sorgen, die die Max-Leven-Gasse erstmals mit […]

#closedbutopen Ernst Walsken

Der Solinger Künstler Ernst Walsken war Mitglied der Linken Opposition (LO), in der sich die Anhänger Leo Trotzkis und andere Gegner Stalins sammelten. Ernst Walsken wurde 1937 im Strafgefangenenlager Esterwegen interniert, später im Lager Aschendorfer Moor. Während der Jahre im Emsland zeichnete er heimlich den harten Lageralltag, das Leiden und die Demütigungen der Häftlinge.

#closedbutopen Nachkriegsprozesse

Die ersten, die in Solingen tätig wurden, die Verantwortlichen für NS-Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen, waren die Überlebenden selbst. Auch der von den Alliierten zum Oberbürgermeister ernannte Oskar Rieß (SPD) gehörte dazu. Im Fokus der Strafverfolgung stand in Solingen besonders der Novemberpogrom. Er führte zu insgesamt zwölf Prozessen gegen 28 Beschuldigte vor dem Wuppertaler Landgericht. Die Angeklagten wurden wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt, in zwei Fällen in Tateinheit mit Totschlag und Landfriedensbruch.

Wirklich erfolglos? Der Widerstand aus der Arbeiterbewegung im »Dritten Reich«

Vortrag von Prof. Dr. Michael Schneider, Dienstag, 19. Januar 2021, 19.00 Uhr, Web-Seminar per Zoom. So vielfältig wie »die« Arbeiterbewegung war der Widerstand aus ihren Reihen. Wie sahen die Handlungsbedingungen dieser Gruppen in der Vorkriegs- und in der Kriegszeit aus? Was waren die Motive, politischen Überzeugungen und Zielvorstellungen der unterschiedlichen Gruppen? Welche Aktionsmöglichkeiten hatten sie überhaupt? Und: Wie waren die Gruppen im Reich mit denen im Exil verbunden?

Virtueller Rundgang durch das ehemalige Zentrum der Arbeiterbewegung

Ihre Tage sind gezählt: Anfang Januar werden die Gebäude zwischen Neumarkt und Kölner Straße für den Neubau der Stadt-Sparkasse weichen müssen. Um die historische Bedeutung des ehemaligen Zentrums der Solinger Arbeiterbewegung rund um die Birkerstraße, Kölner Straße, Max-Leven-Gasse und Am Neumarkt aufzuzeigen und die Verbindungen zwischen Gewerkschaften, Genossenschaften, Parteien und Zeitungen des linken Spektrums darzustellen, die hier ihren Sitz hatten, wurde zusammen mit der Excit3D GmbH ein interaktiver 360°-Rundgang entwickelt.

#closedbutopen Netzwerk der Verfolger

Die Gestapo war keine isolierte und allmächtige Verfolgungsinstanz, sondern eingebunden in ein komplexes Verfolgungs- und Überwachungsnetzwerk. Der Behördenapparat ging insgesamt arbeitsteilig vor. Nicht jeder Beamte oder Angestellte in Solingen erpresste Aussagen mit körperlicher Gewalt. Oft reichte schon die Drohung, wer nicht auspacke, käme in das KZ Kemna oder zur Gestapo nach Düsseldorf.

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