Heimatwerkstatt

Am 12. März 2022 beging die Stadt Solingen den 150. Jahrestag der Einweihung der Solinger Synagoge mit einem feierlichen Festakt, der gleichzeitig den Auftakt der „Heimatwerkstatt Synagoge Solingen – Bunker Malteserstraße“ darstellte. Im Rahmen der vom Land NRW geförderten „Heimatwerkstatt“ soll in einer Workshop-Reihe mit interessierten Solingerinnen und Solingern der Blick auf die jüdische Geschichte, Orte der Erinnerung und heutiges jüdisches Leben geworfen werden. In einer gemeinsamen Kreativwerkstatt werden anschließend Ideen für die Gestaltung des Bunkers an der Malteserstraße als Erinnerungsort am Standort der ehemaligem Synagoge entwickelt.

Abschlussbericht Heimatwerkstatt [pdf-Broschüre]

Abschlussveranstaltung

Montag, 14. November 2022, 17.30 Uhr
Zentrum für verfolgte Künste, Wuppertaler Str. 160

In der Abschlussveranstaltung werden in Anwesenheit von Oberbürgermeister Tim Kurzbach die Ergebnisse der Heimatwerkstatt vorgestellt und ein Ausblick auf die zukünftige Arbeit der Bildungs- und Gedenkstätte Max-Leven-Zentrum Solingen im Rahmen einer lokalen „Topographie der Erinnerung“ gegeben.

Wir laden Sie herzlich zu der Veranstaltung mit anschließendem Umtrunk ein! Als kleine Überraschung freuen wir uns Ihnen eine musikalische Premiere aus dem Jahr 1930 präsentieren zu können.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung wäre hilfreich: max-leven-zentrum@solingen.de


Workshop I – Jüdisches Leben in der Geschichte

Freitag, 17. Juni 2022, 16-20 Uhr
Zentrum für verfolgte Künste, Wuppertaler Str. 160

Der Industrielle Gustav Coppel und der kommunistische Kulturkritiker Max Leven gehören zu den bekanntesten jüdischen Solinger:innen, aber auch „einfache Leute“ wie die Geschäftsfrau Henriette Meyerhoff prägten das Solinger Stadtleben. Es werden exemplarisch Biographien vorgestellt, Literatur und Quellen erläutert und Leerstellen in der Forschung aufgezeigt. Gemeinsam soll überlegt werden, ob die Formen der bisherigen Präsentation und Erinnerungskultur in der Klingenstadt ausreichen und welche Möglichkeiten es gibt, das Wissen über die jüdische Geschichte in der Stadtgesellschaft zu verbreitern.

Gleichzeitig werden im Zentrum für verfolgte Künste die Ausstellung über die Synagogengemeinde Solingen gezeigt, die vom Stadtarchiv anlässlich des Festaktes 150 Jahre Solinger Synagoge entwickelt wurde, sowie die Ausstellung „Gesichter und Geschichten – Jüdisches Leben in Deutschland“, die das MiQua (Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln) als Wanderausstellung zur Verfügung stellt.

Werkstattbericht „Workshop I“


Workshop II – Jüdisches Leben heute

Mittwoch, 24. August 2022, 17–19.30 Uhr (musste leider mangels Anmeldungen abgesagt werden.)
Bergische Synagoge Wuppertal, Gemarker Str. 15

Im Rahmen einer Exkursion in die Bergische Synagoge besuchen wir das Gotteshaus der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, der auch die Solinger Jüdinnen und Juden angehören. Hier treffen wir uns mit dem Vorsitzenden Leonid Goldberg zum Austausch über jüdisches Leben und jüdischen Glauben im Bergischen Land. Anschließend besuchen wir das koschere „Café Negev“. Männer und Jungen werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen, es stehen aber auch vor Ort Kippot zur Verfügung.

Treffpunkt für die gemeinsame Anfahrt mit Bus und Schwebebahn ist um 15:40 Uhr am Rathaus Solingen, Walter-Scheel-Platz. Die Fahrtkosten mit dem ÖPNV werden übernommen. Eine individuelle Anreise auf eigene Kosten ist natürlich auch möglich.

WICHTIG: Aus Sicherheitsgründen müssen sich die Teilnehmenden bis zum 19. August 2022 namentlich angemeldet haben. max-leven-zentrum@solingen.de

Bericht vom 5. Solinger Kippa-Tag am 23. August 2022

Workshop III – Orte der Erinnerung

Freitag, 16. September 2022, 15-19 Uhr
Treffpunkt Jüdischer Friedhof, Estherweg

Daniela Tobias und Armin Schulte führen in einem Rundgang durch die Solinger Innenstadt zu verschiedenen Orten der Erinnerung. Vom jüdischen Friedhof vorbei an Stolpersteinen, Orten der Verfolgung und ehemaliger Wohn- und Geschäftshäuser gehen wir bis zum Bunker an der Malteserstraße, wo bis zur Pogromnacht im November 1938 die Solinger Synagoge stand. Wir schauen nach sichtbaren und weniger sichtbaren Zeichen der Erinnerung und sammeln Eindrücke für die folgende Ideenwerkstatt.

Werkstattbericht „Workshop III“


Workshop IV – Ideenwerkstatt „Bunker/Synagoge“

Sonntag, 25. September 2022, 11-18 Uhr
Aula Gymnasium Schwertstraße

In kreativer Runde möchten wir Ideen zur Zukunft des Bunkers entwickeln. Diese können den Bau selber und das umgebende Grundstück des Gymnasiums Schwertstraße betreffen, aber auch digitale Möglichkeiten der Vermittlung jüdischer Geschichte und jüdischen Lebens. Die Frage, wie sich die verschiedenen Erinnerungsorte der Klingenstadt zu einer „Topographie der Erinnerung“ zusammenführen lassen, soll ebenso diskutiert werden wie die mögliche Entwicklung und Gestaltung des Bunkers im Rahmen des Städtebauförderprogramms „City 2030“.

Werkstattbericht „Workshop IV – Ideenwerkstatt“