#closedbutopen Dr. Emil Kronenberg

Dr. Emil Kronenberg war ein angesehener Solinger Mediziner. Im Ersten Weltkrieg diente er als Oberstabsarzt an der Westfront. 1933 musste er alle Ehrenämter aufgeben. Seine Kassenpraxis wurde eingeschränkt, 1938 verlor er die Approbation. Die berufliche Ausgrenzung war mit persönlichen Demütigungen verbunden, besonders das seit 1941 obligatorische Tragen des stigmatisierenden Davidsterns.

Vortrag Dr. Ulrike Schrader über Antisemitismus in der Schullektüre

8. Dezember 2020 um 19 Uhr. Das Jugendbuch „Damals war es Friedrich“ von Hans Peter Richter erschien im Jahr 1961 und thematisiert die nationalsozialistische Judenverfolgung. Im Jahr 2020 erschien es in der 69. Auflage, denn es wird seit Jahrzehnten im Deutschunterricht als Klassenlektüre gelesen. Nur: Schon 1980 (also vor 40 Jahren) wurde das Buch von Kinder- und Jugendbuchexperten scharf und gut begründet kritisiert.

#closedbutopen Kurt Tucholsky und das Nein

Der Titel unserer Ausstellung „… und laut zu sagen: Nein.“ über Solingen im Nationalsozialismus ist ein Zitat, ein Halbsatz, von Kurt Tucholsky. Er stammt aus dem Text „Die Verteidigung des Vaterlandes“, den er im Oktober 1921 unter dem Pseudonym Ignaz Wrobel in der „Weltbühne“ veröffentlichte. Heute erscheint Tucholskys Text nicht mehr nur als Verarbeitung des gerade erlebten Krieges sondern mutet auch prophetisch an, zwölf Jahre vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten.

Bericht von der Mitgliederversammlung

Am 28. September trafen sich in der Lutherkirche 36 von zu diesem Zeitpunkt 90 Mitgliedern (inzwischen 93) des Vereins Max-Leven-Zentrum Solingen e.V. Die Vorsitzende Daniela Tobias berichtete von den Aktivitäten im Gründungsjahr des Vereins: Vortrag Prof. Kenkmann Verschiebung der Ausstellung „… und laut zu sagen: Nein.“ Beitragsreihe #closedbutopen Druck der Ausstellungstafeln Vortrag Horst Sassin zu […]

#closedbutopen Heinrich Schroth

Heinrich Schroth war langjähriger Vorsitzender der Sozialistischen Arbeiter-Jugend in Ohligs. Am 28. Februar 1933 kehrte Heinrich Schroth von einer sozialistischen Jugend-Tagung in den Niederlanden zurück und wurde beim Grenzübertritt in Emmerich erstmals in „Schutzhaft“ genommen. Am 2. September 1933 lieferte man ihn ins KZ Kemna ein, wo er aufs Schwerste misshandelt wurde.

#closedbutopen Dr. Alexander Coppel

Als der Jurist Dr. Alexander Coppel 1896 in die väterliche Stahlwarenfirma eintrat, bestand diese 75 Jahre. Sein gleichnamiger Großvater hatte sie gegründet, sein Vater, der Geheimrat Gustav Coppel, Ehrenbürger der Stadt Solingen, weitergeführt. Gustav Coppel hatte sich in hohem Maße ehrenamtlich engagiert als Stadtverordneter und Beigeordneter seiner Heimatstadt sowie als Vorsitzender des Vorstandes der Synagogengemeinde.

#closedbutopen Nürnberger Rassegesetze

Das „Blutschutzgesetz“ und das Reichsbürgergesetz bildeten die Nürnberger Rassengesetze, die am 15. September 1935 beschlossen wurden. Sie waren die juristische Grundlage dafür, bestimmte Gruppen als nicht mehr „deutschblütig“ zu definieren und ihnen so staatsbürgerliche Rechte abzusprechen. Der Umgang mit sogenannten „Mischehen“ und „Halbjuden“ war für den NS-Apparat allerdings von Beginn an ein heikles Thema, betraf er doch auch zahlreiche familiär verbundene „Arier“, die die neuen Vorschriften keinesfalls ohne Widerspruch hinnahmen, sondern sich für ihre Verwandten einsetzten.

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