Gräberfeld für 15 ausländische Opfer des NS-Systems

Im Mai 2021 wurden unter Aufsicht des russischen Konsulates und der Kriegs­gräberfürsorge zwölf sowjetische Zwangsarbeiter und Zwangs­arbei­terinnen, zwei ihrer Kinder und ein Opfer eines Todesmarsches auf ein Gräberfeld des kommunalen Friedhofs in Solingen-Burg umgebettet. Sie waren während des Zweiten Weltkriegs in Burg ums Leben gekommen und zuvor auf dem alten kommunalen Friedhof begraben, der Ende […]

#closedbutopen Ruth Dornhaus

Am 16. April 1945 wartete Ruth Dornhaus mit anderen Personen in einer Schlange vor einem Lebensmittelgeschäft auf eine Zuteilung Kaffee. An der engen Ortsdurchfahrt, auch „Walder Schlauch“ genannt, hatten die Hausbewohner bereits weiße Bettlaken in die Fenster gehängt – in Erwartung der amerikanischen Truppen, die bereits in Ohligs standen. Wegen der Beflaggung als Signal der Kapitulation, die von einer Gruppe um Karl Bennert organisiert worden war, kam es plötzlich zu einem Feuergefecht zwischen sich zurückziehenden Militärs und den antifaschistischen Widerständlern.

#closedbutopen Bombenangriffe auf Solingen

Beim Doppelangriff auf Solingen am 4. und 5. November 1944 starben bis zu 1.900 Menschen. Darunter waren mindestens 111 ausländische ZwangsarbeiterInnen und Kriegsgefangene und insgesamt fünf gefangene alliierte Flieger aus Kanada, Großbritannien und Frankreich, die gelyncht wurden. Allein an diesen beiden Tagen wurden nach Auswertungen des Stadtarchivs 1.609 Wohngebäude total zerstört.

#closedbutopen Wenzelnberg

Kurz vor dem Einmarsch der Alliierten, am Morgen des 13. April 1945, wurden 71 Häftlinge, darunter 15 politische Gefangene und vier Zwangsarbeiter, aus dem Zuchthaus Remscheid-Lüttringhausen und dem Wuppertaler Polizeipräsidium in die Schlucht am Wenzelnberg gefahren.

#closedbutopen Organisation A

Gegen Kriegsende bereiteten sich in Solingen verschiedene Gruppen darauf vor, eine geordnete Übergabe an die Alliierten sicherzustellen, eine militärische Verteidigung und die Zerstörung von Infrastruktur zu verhindern. Dazu zählten neben der Walder Gruppe um den Kommunisten Karl Bennert eine weitere kommunistische Gruppe um Willi Dickhut und Albert Müller in der Innenstadt, eine sozialdemokratische Gruppe um die Brüder Max, Willi und Oskar Rieß, sowie eine Gruppe, die sich „Organisation A“ nannte.

#closedbutopen Karl Bennert

Der Handlungsgehilfe Karl Bennert wurde am 4. Juli 1912 in Merscheid geboren, war verheiratet und hatte eine Tochter. Gegen Kriegsende sorgte er mit einer antifaschistischen Widerstandsgruppe dafür, dass Solingen-Wald kampflos an die Alliierten übergeben werden konnte. Er starb am 14. Februar 2000 in Solingen.

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