#closedbutopen Ruth Dornhaus

Am 16. April 1945 wartete Ruth Dornhaus mit anderen Personen in einer Schlange vor einem Lebensmittelgeschäft auf eine Zuteilung Kaffee. An der engen Ortsdurchfahrt, auch „Walder Schlauch“ genannt, hatten die Hausbewohner bereits weiße Bettlaken in die Fenster gehängt – in Erwartung der amerikanischen Truppen, die bereits in Ohligs standen. Wegen der Beflaggung als Signal der Kapitulation, die von einer Gruppe um Karl Bennert organisiert worden war, kam es plötzlich zu einem Feuergefecht zwischen sich zurückziehenden Militärs und den antifaschistischen Widerständlern.

#closedbutopen Aufstieg der NS-Bewegung

Die NSDAP stützte sich vor allem auf Stimmen aus dem protestantischen Kleinbürgertum. In Solingen hatte es die NS-Bewegung aber wegen der starken, wenn auch gespaltenen, sozialistischen Arbeiterbewegung mit entsprechendem Vereins- und Genossenschaftsleben zunächst schwer. Nach dem reichsweiten Durchbruch bei der Reichstagswahl 1930 verstärkte die NSDAP auch in Solingen ihre Mobilisierungsanstrengungen.

#closedbutopen Betty Pallas

Betty Pallas wurde 1910 in Solingen geboren. 1926 trat sie in den Deutschen Metallarbeiter-Verband ein, wechselte später in die Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition. Auch nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verteilte Pallas weiter Flugblätter gegen das Regime und sammelte Geld für die Familien bereits verhafteter Widerständler.

#closedbutopen Etablierung des NS-Systems

Nach dem Reichstagsbrand intensivierte sich die Verfolgung der politischen Gegner auf verschiedenen Ebenen. Missliebige Beamte und Angestellte wurden aus den öffentlichen Diensten, den Krankenkassen, dem Arbeitsamt und dem Spar- und Bauverein entlassen und deren Stellen mit eigenen Parteigenossen besetzt. Die lokale NS-Führung agierte relativ flexibel nach dem Zuckerbrot-und-Peitsche-Prinzip.

#closedbutopen Gedenken nach 1945

Verschiedene Formen des Gedenkens und der Auseinandersetzung mit Verfolgung und Widerstand während des Nationalsozialismus haben sich im Laufe der Zeit in Solingen entwickelt, etabliert und gewandelt. Am Anfang stand die Aufarbeitung des Endphaseverbrechens am Wenzelnberg, die sowohl aus antifaschistischen Widerstandskreisen wie von den Alliierten aktiv eingefordert wurde. Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust erreichte zum 40. […]

#closedbutopen Bombenangriffe auf Solingen

Beim Doppelangriff auf Solingen am 4. und 5. November 1944 starben bis zu 1.900 Menschen. Darunter waren mindestens 111 ausländische ZwangsarbeiterInnen und Kriegsgefangene und insgesamt fünf gefangene alliierte Flieger aus Kanada, Großbritannien und Frankreich, die gelyncht wurden. Allein an diesen beiden Tagen wurden nach Auswertungen des Stadtarchivs 1.609 Wohngebäude total zerstört.

#closedbutopen Willi Dickhut

Als Willi Dickhut am 12. März 1933 über die Liste der KPD in den Solinger Stadtrat gewählt wurde, befand er sich bereits in „Schutzhaft“ im Polizeigefängnis Solingen. Weitere Leidensstationen waren Haftanstalten und KZ-Lager in Anrath, Börgermoor, Düsseldorf und Esterwegen. Nach seiner Haftentlassung Anfang 1935 blieb Dickhut weiter in einer Widerstandsgruppe aktiv. Am 10. Februar 1938 erfolgte seine zweite Verhaftung.

#closedbutopen Paul Claasen

Nach dem Reichstagsbrand organisierte Paul Claasen zusammen mit den Solinger KPD-Funktionären Ernst Bertram und Wilhelm Reeks den Wiederaufbau illegaler Gewerkschaftsgruppen im Raum Wuppertal. Nach ersten Festnahmen in seiner Umgebung floh er nach Oberhausen und Duisburg, wurde aber am 16. Mai 1935 in Sterkrade durch die Gestapo verhaftet.

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