Solidarität mit der jüdischen Gemeinde Wuppertal

Solidarität mit der jüdischen Gemeinde und klare Sicht auf lauernde Gefahr!

Wir schließen uns der Erklärung des Teams der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal an und verurteilen entschieden den Brandanschlag auf die Synagoge und die dauernde Gefahrenlage für die jüdische Gemeinde.

„Dass man anderer Leute Häuser nicht anzündet, das lernt man nicht. Das weiß man,“ so etwa sagte der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Jetzt hat jemand versucht, die Synagoge in Wuppertal-Barmen in Brand zu setzen, und auch dieser Mensch wusste vermutlich ganz genau, dass er damit ein Tabu bricht. Mehr lässt sich über Täter und Tathergang ehrlicherweise noch nicht sagen.

Aber der Tabubruch war Absicht. Die Polizei stand in Sichtweite, und das Risiko, erwischt zu werden, lag auf der Hand. Der Hass wog schwerer als die Vernunft.

Eine Synagoge anzuzünden, ist keine Sachbeschädigung, sondern ein Aufruf zum Mord. Das war schon 1938 so. „Zur letzten Konsequenz bereit!“ titelte die nationalsozialistische Propagandazeitung damals, und was das bedeutete, ist bekannt.

Auch wenn der Sachschaden gestern gering geblieben ist und es keine Verletzten gab: Die Absicht ist entscheidend bei der Beurteilung der Tat, nicht ihr „Erfolg“.

Wir stehen an der Seite der Mitglieder der jüdischen Gemeinde, fordern eine klare politische Sicht auf die reale Gefährdungslage und entsprechende Entscheidungen!

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