Freitag, 9. Oktober 2026 um 18 Uhr
Ausstellung Max-Leven-Gasse 7, 42651 Solingen

Wenn die Erinnerungen geweckt werden …
Stefan Barz‘ Wuppertal-Krimi entspricht nicht dem klassischen Klischee eines Regionalkrimis. Neben der wie stets fesselnden Krimi-Unterhaltung
rückt er ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte in unheimliche Nähe. Im Frühling des Jahres 1993 findet der Journalist Martin Tesche bei der Auflösung der Wohnung seines verstorbenen Vaters Johannes ein sechzig Jahre altes Tagebuch. Martin ist erschüttert: Sein Vater verrät darin unmissverständlich, an einem Mord beteiligt gewesen zu sein.
Martin begibt sich auf Spurensuche und reist an Johannes Tesches früheren Wohnort Wuppertal. Dort macht er Gerda Steinjans ausfindig, deren Name ihm in den Aufzeichnungen mehrfach begegnet ist. Die alte Frau kann sich noch gut an seinen Vater erinnern. Und auch an die Freunde Georg, Henri und Friedrich, an die Wandervogel-Gruppe, in der sie damals ihre jugendliche Freiheitsliebe auslebten und sich an der Natur berauschten …
Aber mit den Erinnerungen kehren auch die Schreie wieder zurück, die von der Putzwollfabrik im Ortsteil Kemna zu ihnen herüberdrangen, einer Anlage, in der den Gerüchten nach ein Konzentrationslager eingerichtet worden war. Und der Nebel des Vergessens, der sich über die Mordtat gelegt hat, lichtet sich langsam …
Geboren 1975 in Köln, wuchs Stefan Barz in Kommern auf und lebt heute in Wuppertal. In Bonn studierte er Germanistik und Philosophie und arbeitete nebenbei als freier Journalist. Nach dem Studium wurde er Lehrer und begann mit dem Schreiben fiktionaler Texte. 2014 erschien sein erster Kurzkrimi »Erbsünde«, mit dem er für den Agatha-Christie-Krimipreis nominiert wurde. Im selben Jahr erschien sein Debütroman »Schandpfahl«, für den er den »Jacques-Berndorf-Förderpreis« verliehen bekam. Der im Oktober 2024 erschienene historische Kriminal-Roman »Der Heiler von Solingen« spielt wieder im Bergischen Land.
Weitere Infos: stefan-barz.de
Der Eintritt ist frei.
