Dienstag, 15. SEPTEMBER 2026 um 18:30 Uhr
Ausstellung Max-Leven-Zentrum, Max-Leven-Gasse 7
„Peter Gingold: Paris – Boulevard St. Martin No.11“ beschreibt das Leben eines jüdischen Antifaschisten und Kommunisten in der französischen Résistance und in der Bundesrepublik. Es lesen seine Tochter Alice Czyborra und sein Enkel Juri Czyborra.
Im Kriegsjahr 1916 wurde Peter in eine jüdische Familie geboren. Als Jugendlicher erlebte er in Frankfurt/Main den aufkommenden Faschismus und den Antisemitismus, schloss sich der Arbeiterjugendbewegung an und nahm teil am ersten Widerstand gegen das faschistische Hitlerregime. Bereits 1933 emigrierte Peter Gingold mit seiner jüdischen Familie aus Deutschland nach Frankreich. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht schloss er sich mit seiner Frau Ettie dem französischen Widerstand an. Als er in die Hände der Gestapo geriet, gelang es Peter, durch eine unglaubliche Flucht den Faschisten zu entkommen. Die in Paris geborene Tochter Alice hat bei einer Bauernfamilie versteckt überlebt. Nach Deutschland zurückgekehrt gestaltete er dort den politischen Neuanfang aktiv mit. Wie viele aus dem Widerstand wurde auch er und seine Familie Diskriminierungen und Repressionen ausgesetzt.

