Anlässlich des Maifestes am Freitag, 1. Mai wird die Ausstellung von 11-14 Uhr geöffnet. Am folgenden Sonntag, 3. Mai, bleibt sie geschlossen!
Der Demonstrationszug am 1. Mai beginnt um 10.30 Uhr am Parkplatz Birker Straße und endet um 11 Uhr mit einer Kundgebung am benachbarten Neumarkt. Dort findet im Anschluss das Familienfest des DGB statt. Die Mairede hält Frank Bsirske, ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft Verdi.
Weitere Infos: Maifest 2026 des DGB
In unserer Ausstellung informieren wir gerne über die Geschichte der Solinger Gewerkschaften und die Gleichschaltung am 2. Mai 1933.

Der sozialdemokratisch dominierte Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) hatte auch in Solingen gehofft, dass seine Gewerkschaften vom NS-Regime verschont bleiben würden, und bot nach der Machtübernahme seine Mitarbeit an. So hatte der ADGB gemeinsam mit der NS‑Gewerkschaft „Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation“ (NSBO) zur 1. Mai-Feier eingeladen.
Am 2. Mai 1933, an dem reichsweit die Gewerkschaftshäuser besetzt und Gewerkschafter verhaftet wurden, wandte sich der Sozialdemokrat Max Richter als Vorsitzender des örtlichen ADGB gemeinsam mit Heinz Auelmann, dem Anführer des Solinger NSBO, an die Mitglieder der Freien Gewerkschaften: „In welcher Form […] die deutschen Gewerkschaften aufgebaut werden, steht zwar im einzelnen noch nicht fest, fest steht jedoch, dass mit der Durchführung der Gleichschaltung auch der Gedanke der Einheitsgewerkschaft verwirklicht werden wird.“ Die Anbiederung nützte nichts. Die Freien Gewerkschaften konnten in Solingen ohne jeglichen Widerstand aufgelöst und ihre Mitglieder in die Deutsche Arbeitsfront überführt werden.

